Erste Anlage


Schade, dass es diese Anlage nicht mehr gibt...
 

Als ich an die Planung und den Bau einer neuen Anlage ging, war das ja nicht die erste Anlage, die ich bespielen konnte.
Mit meinem Vater hatte ich eine wunderschöne Anlage aufgebaut, die ihrer Zeit schon weit voraus war. Denn sie war komplett digital geplant und errichtet. Einige Bilder werden sicher einen guten Überblick verschaffen, wie weit sie gediehen war.

Man kann gut erkennen, dass die Anlage bereits komplett digital gesteuert wurde. Die Weichen sind mit dem im Gleiskörper einbaubaren Digitaldecoder 74460 versehen, ein Control 80f erlaubt das gleichzeitige Steuern von sage und schreibe zwei Zügen. Weitere Loksteuerung übernahm die Infra- Rot-Fernbedienung, die vor den Keyboards liegt.

Klar, diese Anlage war von der Landschaftsgestaltung her noch nicht fertiggestellt. Es war so weit klar, wo die Stadt sein würde und wo was ausgestaltet werden sollte.

Aber Betrieb konnte man schon gut machen. Der Schattenbahnhof wurde über eine Wendel erreicht, im vorderen Bereich war Platz fürs Rangieren und Aufsteller frischer Züge....

Hier sieht man gut den Berg, der schon fast fertig erstellt war. Die Hauptstrecke verschwindet im Berg um kurz danach mit den Arkaden wieder sichtbar zu sein. Darüber ist ein kleiner Bergbahnhof angelegt. Rechts sieht man das Dampf- BW mit Bekohlung und allem Anderen was dazu gehört.

Der Berg war das gelungenste Teil dieser Anlage. Abgesehen vom kleinen Bergbahnhof sind es die liebevollen Details wie der kleine Weinberg, die den Charme des Dioramas ausmachen. Das schauen wir uns gleich mal genauer an:

Auch von der anderen Seite gesehen, zeigt der Berg seine gelungene Landschaft gut.
Sehr detailliert und gut angeordnet ist die Anordnung von Tieren und Pflanzen in diesem Bereich.....

Es handelt sich wirklich um einen ganz kleinen Haltepunkt, an dem nur wenige Preiserleins an dem nur selten fahrenden Nahverkehr teil- nehmen.
Aber auch Ausflügler, die sich auf dem reizvollen Berg erholen, kommen mit der Bahn hier herauf....

Ein letzter Blick zeigt uns den Berg aus der Sicht des Bahn-Betriebswerkes.
Dieses schmiegt sich mit seiner Rückseite an den Berg.
Da dieser Betriebsteil der Anlage immer viel Platz benötigt, war das die optimale Stelle dafür !

Man sieht die Lokschuppen recht gut gefüllt, denn schon damals stand genügend Rollmaterial zur Verfügung...

Nun stellt sich nur noch die Frage, warum um Gottes Willen baut jemand eine neue Modell- bahn auf, wenn er bereits so eine tolle Anlage hatte.
Durch familiäre Umstände, die hier nicht weiter erörtert werden sollen, stand der Raum in dem die Anlage errichtet worden war nicht länger zur Verfügung.

Und so kam es, wie es eben leider häufig kommt. Eine Anlage, die in 2 Jahren stetiger Arbeit schon erahnen lässt, wie schön das fertige Bauwerk geworden wäre, musste in nur 2 Tagen vollkommen demontiert werden.  Und dabei sollte natürlich das Material soweit wie möglich beim Aufbau einer neuen Anlage wiederverwendbar sein.

Denn das stand fest: Irgendwann würde wieder eine Märklinbahn das schönste Hobby sein, das man sich denken kann. Und die gemachten Erfahrungen mit dieser Anlage fliessen dort mit ein. Vergessen aber wird diese Anlage niemals ! Ganz sicher !!!

Zum Abschied wollen wir Ihnen noch Bauer Piepenbrink vorstellen, der auf dem Berg lebt und arbeitet. Er fährt gerade mit dem Trecker an seiner neuesten Pflanzung lang.

Er war´s nämlich (als Freund alkoholischer Getränke), der die Idee hatte, sowohl etwas Hopfen an den Stangen (vor dem Trecker rechts), aber auch einige Weinreben links davon anzupflanzen.

Da können die Zeiten noch so schlecht werden ......